Panik-Attacken Teil II

Was ist die Ursache der Panik?

Woher kommen diese Panik-Attacken und die Angst?

Meistens sind es unbewusste Körperreaktionen, die durch lange zurückliegende, bis in die Kindheit reichende, angstvolle und belastende Erfahrungen in zwischenmenschlichen Beziehungen, entstanden sind. Es kann gut sein, dass Sie sich daran nicht mehr erinnern. Es gibt einen psychischen Schutzmechanismus, der Erfahrungen aus der Vergangenheit tief ins Unbewusste ablegen kann, da es zu schlimm und schmerzhaft war Es ist Ihnen dann nicht mehr zugänglich, aber ihr Körper hat die Information abgespeichert und reagiert, anscheinend autonom, wenn ähnliche Situationen im Leben wieder auftreten. So kann es sein, dass Sie in ihrer Kindheit viel Kritik und Ablehnung erfahren haben, in Form von Strafe oder Liebesentzug, vielleicht sogar Schlägen. Wenn nun in ihrem weiteren Leben immer wieder Situationen aufgetreten sind, die erneut Gefühle von Ablehnung und ausgeschlossen werden auslösen zum Beispiel Mobbing oder Beziehungsprobleme, in denen Sie sich machtlos und schwach gefühlt haben, kann das Fass zum Überlaufen kommen. Es ist dann emotional nicht mehr haltbar und ihr Körper wird mit Alarmsignalen reagieren. Entweder sie werden krank oder bekommen Angst- und Panik-Attacken. Haben Sie in ihrer Kindheit körperliche Gewalt erfahren, kann zum Beispiel eine Operation oder ein Unfall das Körpergedächtnis aktivieren. Bei stärkeren körperlichen, schmerzhaften Geschehen erinnert sich ihr Körper und reagiert mit dem Alarmsystem entsprechend.

Im Teil 3 werde ich genau erklären, was notwendig ist, um von der Panik befreit zu werden.

Nun geht es aber erst einmal darum, was sie im Akutfall tun können.

Akut- Hilfe bei Panik-Attacken

Es ist wieder einmal passiert. Sie überrollt gerade eine Panik-Attacke. Diese kam natürlich, wie immer, aus heiterem Himmel. Oder haben sie schon darauf gewartet, dass es wieder passiert? Egal wie, nun ist sie da und alle Symptome, die dazu gehören, wie Schwindel, Herzrasen, Schweißausbruch, Todesängste, das Gefühl gleich umzufallen, Übelkeit, Sehstörungen sind ebenfalls da. Am liebsten würden Sie wegrennen, aber selbst das geht nicht, da sich ihre Beine wie einbetoniert anfühlen. Was können sie tun, was kann helfen, zumindest ihre Symptomatik etwas lindern? Ein Teil in ihnen weiß, dass es auch von allein, nach einer gewissen Zeit, besser wird. Wie diese Zeit verkürzen und das Leiden beenden?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Was ihnen persönlich hilft, müssen sie erforschen. Hier ein paar Anregungen:

  • Wenn die Welle im Anrollen ist, beginnen sie ihren Körper zu berühren, zu massieren oder auszustreichen. Spüren sie ihre Haut, die Muskulatur, ihre Knochen. Massieren sie ihre Kopfhaut. Es hilft auch, nur die Hände zu massieren, besonders die Handinnenflächen. Hier liegen wichtige Akupunkturpunkte, die sie damit aktivieren. Gleichzeitig spüren sie sich wieder. Bei einer Panik-Attacke ist es wichtig das Steuer wieder in die eigenen Hände zu nehmen, was sie durch Massieren, Berühren, Beklopfen erreichen können.
  • Singen sie ein Lied oder summen sie vor sich hin. Sie können auch husten oder sich selbst mit lauter Stimme eine Geschichte erzählen. Durch das Aktivieren und Hören ihrer eigenen Stimme, spüren sie sich ebenfalls. Sie sind noch da, sind nicht umgefallen und können noch immer aktiv etwas bestimmen und tun.
  • Beginnen sie in schnelleren Schritten zu laufen. Falls das, aus räumlichen Gründen, schwierig ist, laufen sie doch einfach auf und ab, hin und her. Klopfen sie gegen die Wand, wenn sie das andere Ende des Zimmers erreichen. Auch das ist eine gute Methode, um sich wieder zu spüren und bei sich anzukommen.
  • Zusammengefasst, kommt es in diesen Momenten darauf an, dass sie sich wieder spüren können und sie merken, dass ihr Körper noch immer funktioniert und sie ihn steuern können, dass sie nicht machtlos sind.

Das ist auch schon der Einstieg in Teil 3. Die Themen Macht und Ohnmacht in Beziehungen und wie diese zu Panik-Attacken führen.

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"Es ist leichter Probleme zu lösen, als mit ihnen zu leben."

Teilhard de Chardin